Das Todesurteil für PowerPoint: Prezi.com im Praxistest

Quelle: prezi.com

Ein bisschen übertrieben, aber durchaus wahr. Wenn ein Vortrag bevorsteht schaltet die Hälfte der Audienz schonmal auf Durchzug. Wenn dann der ganze Text auch noch von der PowerPoint-Präsentation abgelesen wird, ist es mit der Aufmerksamkeit aus und vorbei. Ich greife deshalb gerne auf Schaubilder zurrück. Blöd nur, dass die meistens nicht ganz auf eine Folie passen und eine Aufteilung des Schaubilds meist dazu führt, dass man den Überblick verliert.

Deshalb habe ich mich bei meiner letzten Präsentation für einen Selbstversuch mit “Prezi entschieden.
Eine Prezi besteht, wenn man es so sagen möchte, aus nur einer Powerpoint-Folie. Dafür kann man auf dieser “Folie” verschiedene Elemente, je nach Wichtigkeit, größer und kleiner gestalten. Damit man die kleinen Elemente aber noch lesen kann, baut eine Prezi darauf auf, dass man während der Präsentation das Gesamtbild verkleinert, vergrößert oder sogar dreht. Also wie ein virtuelles Plakat, auf dem man aber beliebig groß oder klein schreiben kann.

Da aber jedes Plakat am Anfang leer ist, bekommt beim Erstellen einer neuen Prezi ersteinmal eine komplett weisse Seite aufgetischt. Das kann verunsichern, kann aber auch helfen, da man unbegrenzt viel Platz hat um das Them zu ordnen. Wer sich beim Erstellen an folgende Punkte hält, kann fast nichts mehr falsch machen:

  • Ersteinmal überlegen, wie man das Thema übersichtlich präsentieren könnte. Wie würde man ein Plakat zu diesem Thema gestalten. Eine grobe Skizze kann dabei helfen. So könnte man eine Pro-Contra-Disskussion z.B. so skizzieren:
  • Dann sämtlichen gefundenen Inhalt in die Skizze ziehen. Wichtige Dinge größer darstellen, unwichtigere Dinge kleiner darstellen.
  • Den Inhalt ausmisten, entsprechend vergößern, verkleinern und verbinden.
  • Sich die Reihenfolge überlegen in der das Plakat gezeigt werden soll und dann einen Pfad über das Menü “Path” festlegen. Dabei muss dieser Pfad nicht linear durch die Skizze verlaufen. Bei meinem Beispiel könnte man einen Abstecher von einem Pro- zu einem Contra-Argument machen, wenn sich die beiden Argumente aufeinander beziehen. In einer normalen Powerpoint-Präsentation wäre das nur durch nerviges “Vor- und Zurrück-Wechseln” zwischen den Folien möglich.
  • Wichtig ist, dass man immer den Überblick behält, sprich: “Wo im Gesamtbild des Plakats befinde ich mich gerade mit meinem Vortrag?”

.
Mein Beispiel sieht dann am Ende so aus:

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