Egal ob man Französisch, Latein, Englisch oder Russisch lernen will. Am Vokabeln lernen kommt man nie vorbei. Ich selbst lerne derzeit (noch) 3 Fremdsprachen und vor allem im Lateinischen fallen mir die Vokabeln ziemlich schwer. Deshalb will ich heute mal ein Tool vorstellen, das ich schon seit einiger Zeit verwende um mir die Vokabeln einfacher einzuprägen: Vokker.
Nachdem man sich kostenlos bei Vokker angemeldet hat, kann man Vokabeln entweder über den Online-Editor eintragen oder aus CSV, Open Office Calc oder Microsoft Excel -Dateien importieren. Beim Importieren sowie beim Eintippen kann man sowohl die Sprache der Vokabeln als auch den Namen der Lektion eingeben, sodass später ausgewählte Sprachen oder Lektionen abgefragt werden können. Hat man dann die Vokabeln importiert kann man seinen Wissensstand mit 3 verschiedenen überprüfen. Entweder man hat jeweils 8 Vokabelpärchen vor sich und muss diese Zusammenziehen, oder man arbeitet sich mit den Pfeiltasten durch die Vokabeln und bewertet selbst, ob man die Vokabel konnte oder nicht, oder aber man tippt die Lösung komplett.
Kann man eine Vokabel gut, wird sie (ganz nach dem Karteikartensystem) dementsprechend eingestuft. Kann man eine Vokabel wird sie automatisch auf die nächste Stufe verschoben, kann man eine Vokabel nicht, landet sie wieder auf der ersten Stufe. Die Anzahl der Stufen kann dabei selbst bestimmt werden. Wenn man die Vokabeln dann ein paar Mal abgefragt hat, kann man so sehen an welchen Vokabeln es noch besonders hapert und welche schon eher funktionieren.Dementsprechend kann man sich dann auch nur die Vokabeln von bestimmten Stufen abfragen lassen oder einstellen, dass Vokabeln aus den tieferen Stufen beim Abfragen häufiger erscheinen.
Damit man den Überblick über seinen Lernerfolg behält kann man im Bereich “Statistik” einsehen, wie viele Vokabeln man in den letzten 3 Wochen konnte und wieviele nicht. Zusätzlich dazu gibt es auf der Seite “Lektionen” noch eine Übersicht, wie viele Vokabeln gerade auf welcher Stufe sind.
Für mich ist Vokker besonders interessant, weil ich damit auf jedem Computer der einen Internetzugang hat, meine Vokabeln lernen kann. Und selbst wenn ich gerade mal nicht am Computer sitze, gibt es die Möglichkeit sich täglich Vokabeln zuschicken zu lassen. Das landet dann bei mir auf dem Handy, auch wenn ich manchmal keine Lust aufs Vokabeln lernen habe.
Eine weitere interessante Funktion von Vokker ist der sogenannte “Lektionenpool“. Dort kann man Vokabeln für andere Vokker-Nutzer freigeben. Diese Funktion habe ich sehr genossen, weil die Vokabeln meines Latein-Lehrbuchs oft schon im Vokker-Verzeichnis verfügbar waren. Somit konnte ich die jeweligen Lektionen gleich lernen ohne sie eintippen zu müssen. Allerdings wurden Vokabeln aus Lehrbüchern vor einiger Zeit von Vokker aus Urheberrechtsgründen gelöscht, was den Wert des Lektionen-Pools meiner Meinung nach extrem senkt.
Fazit:
Letzten Endes lässt sich sagen, dass Vokker eine ziemlich gute Variante ist, um sich Vokabeln einzuprägen. Dinge wie die Statistik tragen zur Lernmotivation bei, und sorgen dafür, dass man den Überblick behält. Allerdings muss man immer selbst wissen, wie man am besten seine Vokabeln lernt. Französisch lerne ich zum Beispiel nicht über Vokker, weil man da ja auch mehr auf die Aussprache achten muss. Abgesehen davon, dass es trotz Eingabehilfe nicht gerade Spaß macht, die Vokabeln mit all ihren Akzenten zu tippen.


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