2012-05-06 12h11_06

skunkit – Plattformübergreifender Messenger mit Fokus auf Datenschutz

Datenschutz ist ja bei mir im Blog auch hin und wieder ein Thema, und dementsprechend hellhörig wurde ich als mich vor kurzem Simon und Lukas von skunkit per Mail über ihr gerade in der Entwicklung befindlichen Projekt informierten. Skunkit heißt dieses und soll ein plattformübergreifender Messenger mit einem ganz klaren Ziel werden: So wenig Daten wie möglich zu sammeln.

Möglichst wenig Daten sammeln – besondes beim Login
Dieses Ziel wird bei der Registrierung am deutlichsten.
Man soll weder Mailadresse, noch Name oder Geburtsdatum angeben müssen, sogar aufs Passwort soll verzichtet werden. Einzig und allein ein Benutzername ist von Nöten.

Ein Login ohne Passwort? Klingt erstmal abstrus, kann aber wirklich funktionieren. Dabei ist nicht etwa das Tippverhalten der Schlüssel zum Account (wie in diesem Beitrag vorgestellt), sondern das Gerät das man verwendet. Zauberwort: “geräteorientierte Kommunikation”.
Hierzu ist der eigene Account fest mit einem Gerät verknüpft mit dessen Hilfe man dann weitere Geräte wie z.B. das eigene Smartphone oder einen anderen Computer hinzufügen kann. Anstatt sein Passwort einzugeben, fügt man das verwendete Gerät also mithilfe eines authorisierten Geräts zum eigenen Account hinzu. Die Vorteile dieses Logins haben mir die Jungs auf meine Nachfrage folgendermaßen beschrieben:

“Der große Vorteil davon ist, dass man sich kein Passwort merken muss – die Absicherung und Erkennung erfolgt ohne das der Benutzer etwas davon mitbekommt und ist gleichzeitig um einiges sicherer, da die keys sehr lange sind.

Außerdem haben wir die geräteorientierte Kommunikation entwickelt, da wir ja keine Möglichkeit haben Kontakt mit einem Benutzer aufzunehmen beziehungsweise der Benutzer keine Möglichkeit besitzt zu beweisen, dass er tatsächlich hinter einem Benutzername steckt (und deswegen zum Beispiel gerne sein Passwort zurücksetzen möchte), da wir ja absolut keine personenbezogenen Daten erheben.”

Besonders der letzte Punkt macht durchaus Sinn, wenn man sich vorgenommen hat ohne die Mailadressen der Nutzer auszukommen.

Entwicklungsstand und Finanzierung
Zu sehen gibt es von dem Projekt noch nichts, die Entwicklungen laufen aber wohl auf hochtouren. Neben einem spektakulären Login, soll skunkit mit Apps für iOS, Android, Windows, Linux und Mac aufwarten und den Chatverlauf dann auch zwischen den verschiedenen Geräten synchronisieren, wie man das eben auch von herkömmlichen Messengern kennt.

Ohne Nutzerdaten lässt es sich natürlich auch nicht ganz so leicht Geld verdienen, und da skunkit auch komplett werbefrei bleiben soll, muss das Geld aus anderen Quellen kommen. Ums Geldverdienen geht es den beiden wohl offensichtlich nicht, aber ein gewisses Startkapital braucht man dann eben doch, das über die Crowdfunding-Plattform Startnext zusammenkommen soll. Ob das in den noch verbleibenden rund 40 Tagen noch klappt ist fraglich, aber entwickelt wird auf jeden Fall schon fleißig und wenn es mit dem Crwodfunding nichts wird, wollen die Jungs sich andere Wege der Finanzierung suchen.

Fazit
Alles in allem klingt der Gedanke hinter skunkit auf jeden Fall durchaus interessant und auch durchdacht. Ob sich der Messenger dann bewährt ist eine ganz andere Frage, denn Messenger und soziale Netzwerke stehen und fallen eben mit ihren Nutzern und das wird doch ein sehr hartes Stück Arbeit sich da eine Basis, allein mit dem Versprechen der Privatsphäre, aufzubauen. Wünschenswert wäre es allemal.

Was haltet ihr vom Konzept hinter skunkit? Ist Datenschutz für euch ein Auswahlkriterium für Messenger, Social Networks, etc.?

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